Kennt Ihr WhatsApp Business?

…nur mal quer aus dem Bekleidungseinzelhandel – vielleicht auch für euch im professionellen Fotobereich nutzbar?

Jede Branche hat so ihre Eigenarten. Und „meine“ Textilbranche sowieso. Gerade im Moment, wo wir unsere Türen für die Kundinnen und Kunden geschlossen halten. Als jetzt wichtiges – und für uns neues – Tool zur Kommunikation mit der „Aussenwelt“ stellt sich zurzeit WhatsApp Business heraus. Es ist keine App, um neue Kundinnen und Kunden zu werben. Das muss weiterhin auf anderen Wegen passieren. Doch möchte ich mit diesem kurzen Blog trotzdem auf diese App hinweisen.

Wenn wir etwas verkaufen wollen, gibt es nur relativ wenige Produkte, die keine Fotos benötigen: Standardartikel bei Wäsche oder T-Shirts …oder zum Beispiel Gummiband aus unserer Kurzwarenabteilung zum Masken-selber-nähen. Jetzt ist das Gummiband aber erst einmal ausverkauft und wir sind noch nicht sicher, ob unsere Nachbestellung noch zeitnah kommen wird. Für alles andere möchten wir unseren Kundinnen und Kunden aber in der jetzigen Tür-ist-geschlossen-Zeit Fotos schicken – und das auf einem möglichst einfachen Weg. Was fast alle bereits als App bestens kennen ist nun mal WhatsApp. Fast jeder hat es und kann es bedienen – altersunabhängig. Und das gibt uns über die „Business“-Variante eine gute Chance.

Screenshot unseres Unternehmensportfolios in WhatsApp Business

Gegenüber dem „normalem“ Whatsapp kann man bei dieser Variante eine Firma über dieses Medium darstellen. So sind neben Anschrift und Websites auch Kataloge möglich. Wir nutzen diesen Katalog im Moment dafür, unsere neue Schaufensterdeko zu zeigen. Übertragen auf die Fotobranche könnte ich mir hier Leistungsangebote wie verschiedene Shootingangebote oder anderes vorstellen.

Wie funktioniert das?

Wenn jemand diesen Kontakt zu uns öffnet, so erfahren wir das erst noch nicht. Man kann sich dort ganz in Ruhe umsehen, kann sich den Katalog anschauen oder findet dort den Link zu unserer Website. Das ist uns gegenüber noch völlig anonym. Erst wenn der direkte Dialog mit einer Message gestartet wird, bekommen wir dieses dann gesendet. Und auch dann teilen wir unsere „Freunde“ bzw. unsere „Kunden“ nicht miteinander. Die App-Verbundenheit wird also nicht zu einer übertrieben persönlichen Verbindung. So, wie wir uns das für unsere Kunden wünschen.

Ist der Kontakt erst einmal da, können wir je nach Wunsch zwischen Nachricht, Fotos, Sprachnachricht, Anruf oder sogar Video wählen. Mit der Option Video-Konferenz sind wir allerdings äusserst vorsichtig. Es wäre richtig klasse, durch den Laden zu laufen und in „realtime“ über unser Angebot zu sprechen. Aber wie können wir wissen, ob sich unser Gegenüber auch in dem jeweiligen Moment sehen lassen möchte. Deshalb nutzen wir das von uns aus gestartet jedenfalls nicht.

Ohne abschliessende Bewertung

Eine richtig fundierte, abschliessende Meinung nach vielmonatiger Nutzung kann ich euch hier noch nicht bieten. Es könnte für euch interessant sein – oder eben auch nicht. Aber gerade jetzt in dieser sehr dynamischen Lage sollte man sich über alle Möglichkeiten informieren.

Wie ihr wisst, bin ich auch nicht der große Freund der uns von wenigen Firmen bereitgestellten „sozialen“ Medien. Und da macht gerade Facebook bei mir keine Ausnahme. Mein Misstrauen wird auch nicht geringer, wenn man eine App „gratis“ herunterladen und einrichten kann. Doch die Chancen, die diese App bringt, sollte man nicht unterschätzen.

WhatsApp Business ist eine kostenlose App, die speziell für Eigentümer von Kleinunternehmen entwickelt wurde. Erstelle damit einen Katalog, um deine Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Mithilfe von Tools zum Automatisieren, Sortieren und schnellen Beantworten von Nachrichten machst du die Kommunikation mit Kunden kinderleicht.… (Auszug aus der WhatsApp Website)

Viellecht könnt ihr auch für die Fotobranche aus diesem Artikel etwas mitnehmen und für euch umsetzen.

Nähere Infos könnt ihr bei WhatsApp finden: WhatsApp Business

3 Gedanken zu „Kennt Ihr WhatsApp Business?

  1. Lieber Jürgen.
    Von Anfang an habe ich daran gedacht, wie Euch diese Krise fordern wird. Mir wird ganz anders, wenn ich sehe, wie der Gewinn von Amazon förmlich explodiert- einer Firma also, die nichts zur Abfederung der Not beiträgt. Die vielmehr Menschen rauswirft, die für den Schutz der Mitarbeiter bei Amazon in Bezug auf den Virus demonstrieren.
    Ich finde, jeder, der bei Amazon und Co sein Geld lässt, sollte auf jede steuerfinanzierte Unterstützung verzichten müssen. Ihr kleinen Händler seit das Rückrat der Gesellschaft, wenn es um die finanzielle Linderung der Krise geht. Wir selbst bevorzugen die kleinen Familienbetriebe schon lange vor der Krise. Und ich kann nur jeden dazu ermuntern, nicht bei den Giganten zu bestellen, sondern bei den Firmen, die die immensen finanziellen Leistungen erst möglich machen.

    Leider nutzen wir keine sozialen Medien, aber gut ist es, auf allen Kanälen Menschen zu erreichen.

    Ich wünsche Dir und Eurer Familie ein gesegnetes Osterfest und dass die wirtschaftliche Not nicht zu groß wird.

    Leider haben wir in unserem schwedischen Teil der Familie den ersten Coronafall. Sie ist selbst Intensivschwester und liegt im Koma. Die Hoffnungen sind gering.

    Liebe Grüße
    Kai

    1. Hallo Kai,
      das mit Eurer schwedischen Verwandtschaft hört sich ja sehr, sehr traurig an. Tut mir richtig leid. Dagegen ist das, was wir wirtschaftlich zurzeit erleben, eigentlich nur Kleinkram, allerdings ein sehr arbeitsintensiver. Und wir alle können gespannt sein, wie sich der Markt und speziell unsere Branche anschliessend neu aufstellt.
      Jürgen

      1. Ja, ich kann mir das gut vorstellen. Im Ergebnis kann ich mir aber vorstellen, dass in Europa oder gar in der Region produzierte Ware wieder an Boden gewinnt. In Schleswig-Holstein gibt es schon seit Jahren ein inhabergeführtes Modegeschäft mit drei Filialen, die fast ausschließlich regionale Mode anbieten.
        Damit einhergehend gewinnt vielleicht wieder Qualität mehr an Beachtung.
        Wenn ich immer wieder feststelle, wie schnell heute eine Jeans durchscheuert und ein Poloshirt ausleiert, obwohl man viel Geld dafür bezahlt, denke ich, dass Billigproduktion keine ewige Zukunft haben kann.

        Wie hat mal ein Manager von BMW in Bezug auf Übernahmegerüchte durch Daimler gesagt: „Nicht die Großen schlucken die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen“.

        Ich finde es schon erschreckend, wie sich die Saison im Modegeschäft immer mehr verkürzt, dabei würde es kaum auffallen, wenn eine Kollektion mal doppelt so lang läuft.

        Auf jeden Fall wünsche ich Euch ein gesegnetes Osterfest.

        Lieber Gruß
        Kai

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