Capture One Benutzersammlung – ein Vorschlag

Dritter und damit endlich letzter Teil einer Nerd-Serie

Wie passt alles zusammen

Wenn ihr die letzten zwei Artikel tapfer überstanden habt, dann habt ihr hier auch gute Chance. Es ist ein super-trockenes Thema. Nur irgendwann sollte man – auch wenn die Leidenschaft am praktischen Fotografieren hängt – sich damit auseinandersetzen.

Teil 1: wie ordne ich meine Bilder

Teil 2: Capture One – Gruppe oder Projekt (nichts für Lightroom-Nutzer)

Hier kommen die doppelten Buchstaben wieder zum Einsatz

Im ersten Teil hatte ich etwas über meine 2-Buchstaben-Kombinationen erzählt. Zum Beispiel darüber, dass bei „FA“ der erste Buchstabe möglicherweise für „Familie“ und der zweite Buchstabe für „alle“ stehen könnte.

Wie ihr seht, habe ich zu jeder Rubrik der Doppelbuchstaben ein PROJEKT erstellt. Man kann bei Capture One in Gruppen und Projekten strukturieren. Gleich werdet ihr sehen, warum ich hier „Projekt“ besser finde.

eine Capture One Benutzersammlung mit Projektordnern

Im ersten Teil erzählte ich, dass ich mir zu Beginn einen kleinen Spickzettel mit den Buchstabenkombinationen an den Bildschirm geklebt hatte. Sobald die ersten Alben in den Projekten gelandet sind, kann dieser weg. Ein paar Schlüsselbegriffe übernehmen dann die Arbeit.

Die Projektebene

Rot eingekreist seht Ihr das „FA“-Projekt. Da können zum Beispiel alle Familienfotos in verschiedenen Alben gesammelt worden sein. Die Alben habe ich blau eingekreist. Wichtig für mich ist die Benennung dieser Alben. Jedes Album beginnt mit derselben Buchstabenkombination des Projektordners, dann Jahr-Monat und endet (ohne Leerzeichen!) mit einem Schlüsselbegriff.

das Projekt FA (rot) mit Alben (blau) und intelligentem Album (grün)

Und dann gibt es noch das grün umrandete Album – ein INTELLIGENTES ALBUM. Man kann das kaum erkennen, das Symbol des Albums sieht fast genauso aus wie ein normales Album. Hier sammelt C1 nach meiner Filterung die interessesten FA-Fotos. Dank der PROJEKT-Struktur darüber werden NUR Bilder aus dem Projekt „FA“ ausgesucht. Keine anderen Katalogbilder!

Das finde ich sehr gut. Stellt euch vor, ihr habt einen Ordner mit Fotos von irgendwelchen Konzerten oder Auftritten von Gruppen. Wäre es ein „GRUPPEN“-Ordner, könnten in einem intelligentem Album darin plötzlich und ungewollt Fotos von eurem Familienurlaub auftauchen. Deshalb hier lieber „PROJEKT“ wählen.

Die besten der Besten – eine GRUPPE

Auf der oberen Ebene kann man noch ein weiteres Verzeichnis anlegen – und diesmal eine GRUPPE. Ein toller Ordner für alle möglichen intelligenten Alben. Diese intelligenten Alben beschränken sich dann nicht mehr auf einzelne Projektordner, sondern durchsuchen den gesamten KATALOG.

Gruppe (rot) mit intelligenten Alben ohne „Gruppenzwang“

Und zu guter Letzt der Export…

Im ersten Teil zeigte ich euch lange, sehr lange jpg-Dateinamen. Aus meiner Sicht logisch strukturiert. Aber wahrscheinlich habt ihr euch gefragt, wie man die schnell zusammenbauen kann.

einfacher Export durch „Name der Sammlung“ möglich

1. das grundsätzliche Zielverzeichnis hat wieder diese Doppelbuchstabenkombi und als Unterverzeichnis existiert generell eines mit Buchstaben&Jahr oder es wird automatisch angelegt.

(manchmal benenne ich den Unterordner auch mit „NAME DER SAMMLUNG“. Dann bekomme ich gleich einen Ordner, den ich zum Beispiel komplett über wetransfer an andere weiterleiten kann)

2. Als Format gebe ich jetzt einmalig nur „NAME DER SAMMLUNG“ plus „BILDNAME“ vor. Das kann dann auch bei späteren Exporten so übernommen werden. Könnt Ihr euch erinnern? Oben habe ich darauf hingewiesen, in der Albumbezeichnung kein Leerzeichen zu lassen. So gibt es hier auch keines mehr. Manchmal führen Leerzeichen in Dateinamen immer noch zu einer kleinen Leseschwäche.

3. Hier könnt ihr sehen, wie der Export beispielhaft benannt sein wird. Habe nur das Ziel und den Unterordner nennen müssen. Rest kam dann automatisch dazu. Da lohnt es sich, bereits das Album in der Sammlung stimmig – und bei mir mit diesen zwei Buchstaben – zu benennen.

Habe ich etwas wichtiges vergessen?

sportliche Vogelscheuche

Keine Ahnung – das ist immer das gleiche Dilemma. Man kann nicht abschätzen, was oder wieviel man nicht weiss. Ganz sicher gibt es noch unzählig viele andere Möglichkeiten, eine Übersicht über seine Fotos zu bekommen.

Ist euch das alles zu kompliziert? Es gilt grundsätzlich: „je einfacher, desto besser“. Und wenn ihr diesem Spruch folgt, macht ihr auch nichts verkehrt!

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